Das Hofhaus in Rimhorn
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Das Hofhaus in Rimhorn "Pretlack’sches Palais"

Hofhaus in Rimhorn

Ein westlicher Ausläufer des Gemeindegebietes Lützelbach ist der Ortsteil Rimhorn, der knapp 900 Einwohner hat. Die erste urkundliche Erwähnung des alten rodensteinischen Dorfes stammt laut Hessischem Hauptstaatsarchiv im Oculus memorie I des Klosters Eberbach aus dem Jahre 1211.
Damit kann Rimhorn auf eine über 800jährige belegbare Geschichte zurückblicken. In Rimhorn steht die Älteste der insgesamt sieben Kirchen des Gemeindegebietes, eine romanische Saalkirche, deren Entstehung im 10. Jahrhundert vermutet wird. Etwa um das Jahr 1000 n. Chr. wurde dem Schiff der Chor hinzugefügt und 1523 eine Sakristei angebaut. Mit dem Pretlack`schen Hofhaus beherbergt Rimhorn ein zweites kulturhistorisch bedeutsames und ortsprägendes Gebäude.

Das Hofhaus in Rimhorn wurde im Jahre 1733 durch General Johann Rudolf von Pretlack erbaut. Es umfasste einst zahlreiche Wirtschaftsgebäude, die heute entweder abgerissen oder umgebaut sind. Erhalten blieb das Herrschaftshaus im Barockstil, welches durch seine erhabene Lage die Ortsansicht von Rimhorn seit jeher prägte.

In den Jahren 1999 bis 2009 wurde das Hofhaus durch die Gemeinde Lützelbach und das Landesamt für Denkmalpflege aufwändig saniert.
Bei der Entfernung einer abgehängten Decke kam bei der Renovierung eine Stuckdecke mit Bandelwerk und Medaillons zutage. Der qualitätvollen Arbeit entsprechen ebenfalls gefundene Architekturmalereien auf den Wänden. Das ehemals so gestaltete und nun restaurierte „Historische Zimmer“, wie auch der Saal, kann angemietet werden und stehen somit der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Hinter dem Hofhaus liegt der Hofgarten, eine zugehörige Freifläche, die momentan brach liegt. Der große Keller im Untergeschoss besteht aus größeren unterteilten Gewölben. Der Keller, wie auch das Dachgeschoss, das durch die Mansardbauweise ein beträchtliches Volumen erreicht, sind noch nicht saniert und können daher nicht genutzt werden.